Freitag, 16. Oktober 2015

Weltweit einzigartiges Diagnosegerät für Herz-, Krebs- und Demenzvorsorge

„Weltweit einzigartiges Diagnosegerät für Herz-, Krebs- und Demenzvorsorge wird entwickelt!“ Die Technologieförderung des Landes Tirol hilft mit dem neuesten Forschungsprojekt „MitoFit“ die Realisierung eines weltweit einzigartigen Diagnosegeräts für Kliniken und Fachärzte voranzutreiben:
Auf Antrag von Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf wurde von der Tiroler Landesregierung eine Technologieförderung aus dem „K-Regio-Programm“ für das Projekt „MitoFit“ in der Höhe von knapp 900.000 Euro zuerkannt. Mit dem neuen Diagnosegerät wird eine neue Qualität der Gesundheitsvorsorge in den Bereichen Herz-, Krebs- und Demenzerkrankungen angestrebt.
 
Zelle des Menschen ist eine Gesundheits-Landkarte
„Mit dem Projekt ‚MitoFit‘ wird das Ziel verfolgt, aus einem etablierten Forschungsgerät für das Labor – dem Oxygraph-2k - ein Gerät für die Diagnostik zur Anwendung in Kliniken und Facharzt-Ordinationen zu entwickeln. Dieses Gerät untersucht die Energieversorgung der Zelle eines Menschen. Dabei werden die Zellstoffe aus dem Blut oder dem Muskelgewebe entnommen“.
 
 Untersucht wird die Funktion der Mitochondrien, der Kraftwerke der Zellen. Störungen der Funktion dieser Organellen liegen zahlreiche Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems, des Nervensystems sowie der Entstehung verschiedener Krebsarten zugrunde. Umgekehrt steht die mitochondriale Fitness in einem positiven Zusammenhang mit der generellen Fitness.
 
 Durch diese hochwertige und wesentlich verbesserte Untersuchungsmethode kann Tirol seinen Standortvorteil als Sport- und Gesundheitsland weiter festigen und ausbauen. „Mit der serienmäßigen Vermarktung des neuen Diagnostikgeräts werden nicht nur bestehende Arbeitsplätze gesichert, sondern auch weitere Arbeitsplätze in der Produktion, dem Vertrieb und Service geschaffen. Bereits für die Phase der Entwicklung bis zum Jahr 2018 werden sieben dauerhafte Arbeitsplätze neu eingerichtet“, kann die Wirtschaftslandesrätin berichten.
  
Tirol untermauert seine Kompetenz als Sportland Nummer Eins
Ein konkretes Anwendungsbeispiel dieser Entwicklung und ihrer Bedeutung für das Land Tirol zeigt das Höhenleistungszentrum im Kühtai (HLZ) auf - das HLZ arbeitet bereits mit rund 50.000 Sportvereinen in Mitteleuropa zusammen. Darunter sind allein 5.000 Fußballvereine.
 
 Im Rahmen der Sport- und Gesundheitsprogramme von „MitoFit“ sollen im Sommer bis zu 3.000 Nächtigungen im Projektgebiet erzielt werden. LRin Patrizia Zoller-Frischauf: „Das entspricht einem Umsatzvolumen von 250.000 Euro. Dieser Impuls soll auch dazu führen, dass einige Betriebe ganzjährig geöffnet bleiben und Ganzjahresstellen anbieten können.“
 
 Bedeutender Beitrag für den Gesundheitstourismus
Durch den innovativen Ansatz des Projekts „MitoFit“ wird ein neues Bewusstsein für die Vorsorgemedizin in der breiten Bevölkerung geweckt und aufgezeigt, dass ein körperlich aktiver und kalorisch ausgeglichener Lebensstil wesentlich zur Erhaltung der Gesundheit bis ins hohe Alter beiträgt.
 
 „Deshalb stärkt die durch dieses Projekt entstehende Kompetenz in der Untersuchung menschlicher Zellen die regionale Identität für unser bewegungsorientiertes Freizeitangebot  in der alpinen Landschaft und ist zugleich auch ein wesentliches Zukunftsargument für den noch ausbaufähigen Gesundheitstourismus in Tirol“, betont, die Wirtschaftslandesrätin.
 
Gemeinsam erfolgreich
Das Projekt „MitoFit“ wird von der Tiroler Firmen OROBOROS INSTRUMENTS mit Sitz in Innsbruck, WGT-Elektronik GmbH & Co KG in Kolsass, dem Höhenleistungszentrum Kühtai, der Sporttherapie Mag. Huber in Rum gemeinsam mit dem D. Swarovski Forschungslabor (Leadpartner), sowie der Sektion für Bioinformatik der Medizinischen Universität Innsbruck umgesetzt.

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