Dienstag, 25. Oktober 2016

Ministerrat beschließt Wirtschaftspaket

Mit dem heute vom Ministerrat beschlossenen Maßnahmenpaket für Wirtschaft und Arbeitsmarkt werden Forderungen der Wirtschaftsreferentenkonferenz, die im April in Innsbruck stattgefunden hat, umgesetzt.
LRin Patrizia Zoller-Frischauf: „Zentrale Themen sind die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen, Wirtschaftswachstum und damit verbunden die Schaffung neuer Arbeitsplätze. Durch die Investitionsanreize im Rahmen der KMU-Investitionszuwachsprämie wird die Investitionsfreude der heimischen Unternehmen gestärkt. Insgesamt stehen dafür in zwei Jahren 175 Mio. Euro zur Verfügung.“ Wirtschaftsbundlandesobmann Franz Hörl zeigt sich erfreut: „Durch das Maßnahmenpaket werden Investitionszuwächse in der Höhe von rund 1,2 Milliarden Euro ausgelöst und rund 25.000 Arbeitsplätze geschaffen und gesichert.“
 
Innovationen sind Zukunft

Um Österreich zu einem „Innovation-Leader“ zu machen, soll die Forschungsprämie erhöht werden. „Davon können wir in Tirol profitieren, weil wir mit einer regionalen Forschungsquote von 3,12% schon jetzt zum Spitzenfeld der Bundesländer zählen. Die heimischen Unternehmen investieren beeindruckende 578 Mio. Euro in F&E-Projekte. Mit einem Plus von 38,8% erzielten sie die größte Steigerung im Österreichvergleich. Innovationen sind Zukunft und ganz zentral für den Standort Tirol“, ist Franz Hörl überzeugt.

Erleichterter Zugang zu Finanzierungsmittel
Mit der Mittelstandsfinanzierung wird die Unternehmensfinanzierung verbessert. Um einer allfälligen Kreditklemme entgegen zu wirken, soll eine Finanzierungsgesellschaft geschaffen werden, die mit Krediten an österreichische Unternehmen einen positiven Beitrag zum Wirtschaftswachstum leisten wird. An dieser Finanzierungsgesellschaft werden sich auch österreichische Banken beteiligen.

Ausbildungsgarantie bis 25
Um den zunehmenden Fachkräftebedarf zu decken und Jugendliche mit Problemen in den Arbeitsmarkt zu integrieren, finanzieren Land Tirol und AMS Tirol schon jetzt die Überbetriebliche Lehrausbildung. Diese Aktion läuft im Rahmen der Ausbildungsgarantie bis 18 Jahre. „Mit der Ausdehnung auf 25 Jahre können ab 1. Jänner 2017 nicht nur Jugendliche sondern auch junge Erwachsene eine zweite oder dritte Chance erhalten, um zu einem Job zu gelangen. Dafür wird das Land zusätzliche Mittel bereitstellen“, informiert LRin Zoller-Frischauf.

Weiterentwicklung der Rot-Weiß-Rot Karte. 
Zahlreiche junge Menschen aus Drittstaaten, zuletzt rund 120 in Tirol und 2.150 österreichweit  (Absolventen Wintersemester 2014/2015), absolvieren an heimischen Hochschulen ein Studium – und mussten bisher danach in zahlreichen Fällen jenes Land, das ihre qualitativ hochwertige Ausbildung ermöglicht und großteils finanziert hat, wieder verlassen. „Das war nicht stimmig. Mit der nunmehrigen Ausweitung der Rot-Weiß-Rot Karte werden die notwendigen Weichen für einen Einstieg in den Arbeitsmarkt gestellt“, verweist Töchterle auf die Öffnung auf Bachelor- und Doktoratsabsolventen (bisher waren nur Absolventen von Master- und Diplomstudien umfasst). „Das entspricht auch der Bologna-Struktur und einer Anerkennung der Bachelor-Abschlüsse als vollwertiger Studienabschlüsse“.
   


   



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