Donnerstag, 24. August 2017

34 Millionen Euro aus EU-Forschungsprogramm für Spitzenforscher in Tirol

ÖVP-Wissenschafts- und Forschungssprecher beim „Tiroler Technologiebrunch“ in Alpbach –Tiroler Forschungsstärke vielfältig und eindrucksvoll





„Die gedeihliche Weiterentwicklung des Standortes Tirol hängt maßgeblich von den zentralen Bereichen Wissenschaft und Forschung ab“, betont der Tiroler Nationalratsabgeordnete und ÖVP-Wissenschafts- und Forschungssprecher Dr. Karlheinz Töchterle am Rande des „Tiroler Technologiebrunch“ der Tiroler Standortagentur beim Europäischen Forum in Alpbach. „Die Tiroler Forschungsstärke ist dabei vielfältig und eindrucksvoll“, verweist Töchterle etwa auf die erfolgreiche Teilnahme am EU-Forschungsrahmenprogramm „Horizont 2020“: Seit dem Start des Programms 2014 haben Forscherinnen und Forscher in Tirol rund 34 Millionen Euro nach Tirol geholt und sind an 73 Projekten beteiligt (Stand 31. Mai 2017). Die Tiroler ERC-Erfolgsgeschichte fand zuletzt ebenso eine Fortsetzung: Mit dem Latinisten Martin Korenjak (Universität Innsbruck), dem Quantenphysiker Christian Roos (IQOQI) und dem Mediziner Martin Widschwendter (UMIT) konnten drei Forscher an Tiroler Hochschulen je einen der begehrten und höchst dotierten Preise des Europäischen Forschungsrates (ERC) einwerben.

Auch beim Lukrieren von Mitteln des Wissenschaftsfonds FWF sind die Forscher in Tirol sehr erfolgreich: Mit mehr als 26 Millionen Euro (2016) liegen sie österreichweit hinter den Kollegen in Wien auf Platz zwei. Bei den „Matching Funds“ liegt Tirol mit 2,3 Millionen Euro österreichweit sogar deutlich an erster Stelle. Aus der Statistik der Forschungsförderungsgesellschaft FFG lässt sich ebenso Erfreuliches lesen: 2016 sind rund 31 Millionen Euro nach Tirol geflossen. Sehr beeindruckend war weiters der Erfolg des Physikers Hanns-Christoph Nägerl von der Universität Innsbruck, dem der mit 1,5 Millionen Euro dotierte Wittgenstein-Preis, Österreichs renommierteste Auszeichnung im Bereich Wissenschaft und Forschung, zuerkannt wurde. Auch einer der mit jeweils bis zu 1,2 Millionen Euro dotierten und begehrten START-Preise ging nach Tirol, an den Physiker Wolfgang Lechner von der Universität Innsbruck.

Einen weiteren Beleg für die Tiroler Forschungsstärke liefert das stark forschungsorientierte Shanghai-Ranking, das vergangene Woche publiziert wurde und die Universität Innsbruck – gemeinsam mit der Universität Wien als einzige heimische Universitäten – in die beachtliche Gruppe mit den Rängen 151-200 reiht. Auch das MCI Innsbruck konnte sich im internationalen Vergleich behaupten: Im U-Multirank, dem internationalen Hochschulranking der Europäischen Kommission, erzielte das MCI Spitzenwerte, bspw. im Bereich internationale Ausrichtung der Bachelor- und Masterprogramme.

Weiters gibt es eine Erfolgsmeldung von der Medizinischen Universität Innsbruck, wo jüngst ein fünftes Christian Doppler-Labor eingerichtet wurde. Das neue „CD-Labor für virale Immuntherapie von Krebs“ wird in den kommenden sieben Jahren mit rund 4,7 Millionen Euro gefördert.

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