Montag, 21. August 2017

Tiroler Industrie treibt F&E-Quote



Mit ihren Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) trägt die Tiroler Industrie den Löwenanteil an der F&E-Quote des Landes von immerhin 3,14 Prozent des regionalen Inlandsproduktes. Die aktuell von Statistik Austria veröffentliche Österreich-Quote liegt bei 3 Prozent. Im Bundesländervergleich liegt Tirol im oberen Mittelfeld. Insgesamt belaufen sich die privaten und öffentlichen Forschungsausgaben in Tirol auf 975 Millionen Euro.


Bei angewandter Forschung an der Spitze

Tirols Industriepräsident, Dr. Christoph Swarovski, freut sich über die Bedeutung der Tiroler Industrie als Forschungsmotor. Die Industrie trägt über die Hälfte der F&E-Ausgaben in Tirol. Pro-Kopf (Tiroler Bevölkerung) geben Tiroler Unternehmen 651 Euro für F&E aus. Damit liegen sie nach Oberösterreich und Wien an dritter Stelle. Positiv für den Wirtschaftsstandort ist auch, dass die angewandte Forschung in Tirol bei 35,6 Prozent und die Grundlagenforschung bei 25,4 Prozent der gesamten Aufwendungen liegen. Das sind absolute Spitzenwerte im Österreich-Vergleich.

F&E auf Zukunftsfelder ausrichten

Präsident Swarovski: „Wir müssen die F&E-Ausgaben noch gezielter auf jene Zukunftsfelder ausrichten, die Wachstum ankurbeln und Arbeitsplätze schaffen. Großer Handlungsbedarf besteht etwa bei der Digitalisierung, wo alle vergleichbaren Regionen klotzen und nicht kleckern.“ Die Industriellenvereinigung Tirol forciert und unterstützt F&E seit Jahren, etwa durch Stiftungsprofessuren, Grundlagenarbeiten und die F&E Plattform. Die von der IV-Tirol initiierte und breit getragene Digitalisierungsoffensive-Tirol zielt genau in diese Richtung.

Bei Pro Kopf Ausgaben Land Tirol an der Spitze

Das Land Tirol hat seine F&E-Ausgaben in den letzten Jahren konsequent gesteigert. Mit Ausgaben von rund 50 Euro pro Kopf liegt Tirol nunmehr an zweiter Stelle nach Wien im Bundesländervergleich. Präsident Swarovski sieht im Engagement des Landes und der guten Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft große Potentiale, um den Wirtschafts- und Innovationsstandort zu stärken. Luft nach oben bestehe aber nach wie vor in der Beteiligung der Tiroler Forschungsakteure an den Programmen der FFG (Forschungsförderungsgesellschaft).


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